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  • Freitag, 8. Juli 2018

Zu einem Besuch der Sonderausstellung „Zeichnen in Cranachs Werkstatt“ auf der Festung Rosenberg in Kronach lädt das Evangelische Bildungswerk am Freitag, 8. Juni von 14.30 Uhr bis 16 Uhr ein. Zu dieser Veranstaltung werden Fahrgemeinschaften ab Lichtenfels bzw. Michelau organisiert. Die Bilderwelten der Wittenberger Cranach-Werkstatt faszinieren seit Jahrhunderten Kunstfreunde weltweit. Doch was war die Grundlage für diese perfekten Kompositionen? Gab es graphische Vorlagen, und haben sich diese erhalten? Die Sonderausstellung „Zeichnen in Cranachs Werkstatt“ geht diesen Fragen nach und präsentiert den weltweit größten zusammenhängenden Bestand von Originalzeichnungen aus der Wittenberger Bildermanufaktur, die heute im Besitz der Universitätsbibliothek Erlangen sind. Es sind qualitativ zum Teil herausstechende Vorlagen für Bildprogramme, beeindruckende Heiligendarstellungen, Herrscherbildnisse oder Tierstudien. Die 86 kostbaren Übungen und Meisterzeichnungen stoßen eine bislang verschlossene Tür auf zu den geheimen Produktionsmethoden einer der wichtigsten Künstlerwerkstätten der Renaissance. Dieses einzige direkt aus dem Cranach-Besitz überlieferte Zeichnungskonvolut präsentiert sich frisch restauriert und in hervorragenden Zustand. Die Ausstellung in Kronach bietet eine einzigartige Gelegenheit, Meister Lucas, seinen Mitarbeitern und Schülern bei der Arbeit über die Schultern zu blicken – denn anschließend werden die Zeichnungen aus konservatorischen Gründen auf Jahre nicht mehr zu sehen sein.

Anmeldungen zu dieser Veranstaltung nimmt das Evangelische Bildungswerk in Michelau, Kirchplatz 5 unter der Telefon-Nummer 09571/896491 oder per e-mail unter mail@ebw-klm.de entgegen. Die Kosten für Eintritt und Führung betragen 12 Euro.

 

Dekanat Michelau

 

  • Samstag, 23. Juni2018

 

  • Samstag, 07. Juli 2018

Mit dem Kanu durch das Flussparadies am Obermain

Sinnliche und geistliche Erfahrungen auf und am Wasser vermittelt eine Kanutour durch das Flussparadies Obermain, zu der das Evangelische Bildungswerk und die Ökumenische Kurseelsorge Bad Staffelstein
am Samstag, 23. Juni 2018, und am Samstag, 7. Juli 2018 einladen. Die Tour beginnt um 13.00 Uhr am Wehr in Hausen unterhalb von Kloster Banz. Unter der Leitung von Joachim Wegner und Reinhold Bayer fährt die Gruppe über Unnersdorf nach Nedensdorf. Hier erwartet die Teilnehmer ein Picknick, um dann frisch gestärkt weiterzufahren. Die Einfahrt in den Baggersee in Wiesen wird zu einer kleinen Andacht auf dem Wasser genutzt, um schließlich bis Ebensfeld weiterzufahren. Wer mag, kann mit uns einen Biergarten in Ebensfeld besuchen.
Vorkenntnisse im Kanufahren sind nicht erforderlich! Anmeldung ist notwendig beim Evang. Bildungswerk in Michelau unter der Telefon-Nummer 09571/896491.

Beitrag für Erwachsene: 20 Euro     Beitrag für Kinder: 15 Euro

 

Sommerferienprogramm 2018

 

  • Samstag, 28. Juli 2018: Familienkanu auf dem Main von Nedensdorf nach Ebensfeld

Wir wollen gemeinsame Abenteuer auf dem Wasser erleben, miteinander ins Gespräch kommen, unter schattigen Bäumen Picknick machen, die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt erleben. Vorkenntnisse im Kanufahren sind nicht notwendig. Für Kinder ab 6 Jahren!

Kosten: 20 Euro für Erwachsene und 14 Euro für Kinder

Treffpunkt: 13.00 Uhr am Wehr in Hausen unterhalb von Kloster Banz. Unser Ziel: Ebensfeld

Wer mag, kann den Tag mit uns gemütlich in einem Biergarten in Ebensfeld ausklingen lassen.

 

  •  16. - 18. November 2018

Familienseminar im Jugendhaus Neukirchen
Ein Wochenende für Familien in Kooperation mit der Evang. Kirchengemeinde lichtenfels und der Evang. Dekanatsjugend Michelau

 

 

Dekanat Kronach-Ludwigsstadt

  •  10. bis 24. November 2018

Ausstellung "Ware Mensch - wahrer Mensch" in der Synagoge Kronach

Unser Leben hat sich in den letzten 20 Jahren durch die aktuelle Variante des Kapitalismus, den sogenannten „Neoliberalismus“, deutlich verändert. Gemeingüter stehen unter Privatisierungsdruck: Eisenbahnen, Energie- und Wasserversorgung, Krankenhäuser oder auch Bildungseinrichtungen müssen Renditemöglichkeiten schaffen. Gesellschaft, Politik und Menschen werden der neoliberalen Wirtschaft untergeordnet. Markt und Wettbewerb bestimmen das Leben. Das Maß der Dinge ist nicht mehr der Mensch, sondern die Profitmaximierung. Alles ist käuflich: Schönheit, Gesundheit, Bildung, Wohlergehen, Freiheit, Spannung, Erlebnisse, Erholung …

 Auch Menschen sind heute Waren

Sie müssen sich z. B. im Arbeitsleben bis ins Alter hinein verkaufen und ihr „Angebot“ ständig verbessern und stylen. Auch Bildungseinrichtungen dienen zunehmend dem Zweck der Selbstoptimierung für den Arbeitsmarkt.

Menschliche Problemlagen wie Krankheiten, psychische Probleme, Sucht, Trauer, Verzweiflung: all das sind heute Waren, mit denen Geschäfte gemacht werden.

Soziale, medizinische, psychiatrische und pflegerische Unterstützungsleistungen sind ebenfalls Waren. Sie werden abgezählt, bewertet, berechnet. Sie müssen sich rentieren und zwar in möglichst kurzer Zeit. Man orientiert sich an dem von Wirtschaft und Politik festgelegtem Bedarf – und nicht an den Bedürfnissen der Betroffenen.

Neoliberale Politik führt zu Entsolidarisierung und Demokratieabbau

Der Spielraum, den die Wirtschaft der Politik lässt, wird in neoliberalen Zeiten immer enger. Durch Freihandelsabkommen u. ä. ist die Macht großer Konzerne erheblich gewachsen. Sie können Regierungen unter Druck setzen und dort produzieren, wo es niedrige Löhne, niedrige Steuersätzen und geringe Umweltauflagen gibt.

Regierungen konkurrieren um die Gunst der Konzerne mit möglichst geringen Auflagen und Steuern. Der Handlungsspielrauch demokratisch gewählter Parlamente wird dadurch immer geringer. Banken und Fonds entschieden vielfach über das Wohl von Staaten.

Auch Dienstleistungen aus den Bereichen Soziales und Gesundheit sollen Warencharakter annehmen und auf Märkten gehandelt werden. Viele soziale Risiken  werden nicht mehr solidarisch abgesichert. Der Anspruch auf öffentliche Daseinsvorsorge sinkt.

Demokratische Verfahren stören die Geschäfte der Neoliberalen. Auch die demokratischen Regierungen sollen marktkonform handeln und dort, wo Demokratie die Entfaltung des Marktes behindert, diese einschränken. In Europa hat folglich der Abbau demokratischer Mitwirkungsrechte zu einer „marktkonformen Demokratie“ geführt.

Müssen wir so leben?

Mit der Ausstellung und einem ergänzendem Begleitprogramm wollen wir die Auswirkungen des Neoliberalismus auf die Lebens- und Erfahrungsbereiche vor allem im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich unserer Gesellschaft veranschaulichen, zum Nachdenken darüber anregen und Alternativen formulieren.

Flagge zeigen

Wir vertreten die Meinung, dass für die beschriebenen Schieflagen nicht die Einrichtungen, nicht die Mitarbeiter*innen und auch nicht deren Vorgesetzte verantwortlich sind. Die Verantwortung liegt vielmehr bei einer Politik, die zulässt, dass Lebens- und Arbeitszusammenhänge ihrem eigentlichen Wesen und Auftrag entfremdet werden, indem sie einem Wirtschaftsmodell, das primär auf Konkurrenz und Wettbewerb beruht, unterworfen werden. Es darf jedoch nicht dabei bleiben, die Lage lediglich zu beklagen.

Vielmehr soll die Ausstellung Mut machen für einen anderen gesellschaftlichen Weg: Die letzten Ausstellungstafeln weisen auf Handlungsmöglichkeiten hin, die dazu beitragen können, den zerstörerischen Entwicklungen Einhalt zu gebieten und im Miteinander neue Wege zu beschreiten.

Die Ausstellung besteht aus 19 Tafeln

Eingangstafel

In einer einführenden Tafel wird darauf hingewiesen, dass sich unser Leben in den letzten 20 Jahren durch die aktuelle Variante des Kapitalismus, den  sogenannten „Neoliberalismus“, deutlich verändert hat. Gesellschaft, Politik und Menschen werden der neoliberalen Wirtschaft untergeordnet. Markt und Wettbewerb bestimmen das Leben. Das Maß der Dinge ist nicht mehr der Mensch, sondern die Profitmaximierung.

Bildtafeln

Die Auswirkungen des Neoliberalismus in den unterschiedlichen Praxisfeldern werden beispielhaft in zwölf, mit kurzen Texten versehenen, Bildtafeln veranschaulicht.

  1. Sozialpädagogische Beratung – Abfertigung nach Schema F
  2. Stationäre Altenpflege –Gewinnoptimierung kontra Menschenwürde
  3. Krankenhaus – Behandeln im Akkord
  4. Psychiatrie – Hauptsache ruhig gestellt
  5. Jugendarbeit –Selbstentfaltung war gestern
  6. Schule – Lernziel Verwertbarkeit
  7. Hochschule – Freier Geist adé
  8. Straffälligenhilfe – Ausschluss statt Anschluss
  9. Jugendamt – Endstation Verwaltung
  10. Jobcenter – Einstieg in den Abstieg
  11. Behindertenhilfe – Rückfall in „satt und sauber“
  12. Kindertagesstätte – Von klein auf im Wettbewerb

Abschlusstafeln

Den Abschluss bilden drei Texttafeln.

Zwei Tafeln stehen unter der Überschrift “Wie wir leben wollen“ und machen dies für die Bereiche

  • Wirtschaft,
  • Menschenbild,
  • Politik,
  • Bildungswesen,
  • Gesundheitswesen,
  • Soziale Arbeit deutlich.

Die letzte Tafel „Was wir tun können“ soll Mut machen, Alternativen zu entwickeln, zu leben und sich für eine andere Gesellschaft politisch zu engagieren.

Die Ausstellung wurde von einer Projektgruppe an der Hochschule in Emden/Leer in Zusammenarbeit mit Attac initiiert und zum Teil ausgestaltet. Wir vom Bildungswerk werden sie durch eigenes Material ergänzen und bemühen uns außerdem um Exponate von Mission EineWelt, die eine Ausstellung zum gleichen Thema anbietet.

Es ist geplant, die Ausstellung an drei verschiedenen Orten in unseren Einzugsbereich, nämlich in Lichtenfels, Kronach und Ludwigsstadt der Öffentlichkeit zu präsentieren und mit einem attraktiven Begleitprogramm anschaulich zu machen. Wir denken dabei an Vorträge, Diskussionsabende, Filmvorführungen, Gruppenführungen für interessierte Kreise und Schulklassen, Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit.