Im DB-Museum in Nürnberg

Einsteigen, bitte

Kinder und Eltern im Kinderbahnland des DB-Museums in Nürnberg

 

Lichtenfels. Welches Verkehrsmittel nutzt man, wenn das Ziel DB-Museum in Nürnberg heißt? Natürlich die Eisenbahn! Die Einladung dazu kam vom Evangelischen Bildungswerk zum Auftakt seines Ferienprogramms für Eltern und Kinder. So startete der Regionalexpress am Bahnhof Lichtenfels mit 21 großen und kleinen Bahnfans an Bord in die Frankenmetropole. Und da die Oberfranken mit dem Bayern-Ticket unterwegs waren, wurde in Nürnberg noch eine kleine Rundreise mit der führerlosen U-Bahn angetreten. Im Museum erwartete die Kleinen eine Führung, die von der Gegenwart der Eisenbahn in die Zukunft der Mobilität wies. Wie viele Berufe haben die Mitarbeiter der Bahn, wohin führen die Hochgeschwindigkeitsstrecken, wie wird der technische Ablauf der Zugabfertigung organisiert und wie kann man mit seinem Handy eine Fahrkarte kaufen. Viele Fragen wurden bei dem Rundgang durch die neue Dauerausstellung beantwortet, bevor die Gruppe die Fahrzeughalle besichtigte und mit dem Adler die erste Lokomotive und dem ICE das neueste Verkehrsmittel einträchtig nebeneinander vereint vorfand. Ehrfürchtig wurde der Wagenpark aus verschiedenen Epochen bestaunt. Dabei reichte der Querschnitt von der einstigen Holzklasse bis zu den luxuriös ausgestatteten Salonwagen der bayerischen Könige. An einer quer aufgeschnittenen Lokomotive wurde die Funktionsweise des Dampfbetriebs anschaulich erläutert. Und dass die schnellsten Dampfloks schon in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts die Marke von 200 Stundenkilometern überwinden konnten, überraschte so manchen Besucher. Heute sind die schnellsten Eisenbahnen mit mehr als 400 Kilometern in der Stunde unterwegs.

Die Mittagspause im Freigelände des Museums wurde nicht nur zu einer Rast, sondern auch zu einer Fahrt mit einer historischen Draisine genutzt. Nur schwer kam das mit etlichen Kindern besetzte Fahrzeug in Gang, denn es bewegte sich allein mit Muskelkraft. Möglich gemacht hatte dies Stefan Ebenfeld, der Leiter der Fahrzeugsammlung im DB-Museum. Den Nachmittag nutzten die Kinder, um zusammen mit ihren Eltern das neue Kinderbahnland KIBALA zu erobern. Bei seiner Konzeption war Projektleiter Ebenfeld der Frage nachgegangen, wie man Kinder dazu bekommt, gern ins Museum zu gehen. Und so ist im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 1.000 qm errichtete ein kleines Kinderparadies entstanden, das die ganze Welt der Eisenbahn nur für Kinder eröffnet. Die kleinen Besucher können dort Eisenbahn fahren und mit Modellbahnen spielen, durch einen Tunnel gehen, über Brücken steigen, und eine Diesellok anlassen. Mit großer Begeisterung bestiegen die Kleinen den KIBALA-Express, der durch das Bahnland kurvte und verkleideten sich als Zugbegleiter in einem ICE-Abteil. Selber Lok fahren wurde ebenso zu einem echten Erlebnis. Dazu konnten sie an einem Simulator die Lokführerausbildung nacherleben. So wurden die Kinder an Nachmittag lang zu kleinen Eisenbahnern, verreisten in der Luxus-Klasse, saßen in Plüschsesseln, verkleideten sich und wurden so zu richtigen Eisenbahnern, bevor mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise angetreten wurde.

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Fotos:

DB-Museum - 1

Die schicken Uniformen hatten es Sophie und ihren Freundinnen Katharina und Johanna angetan. Als begeisterte Zugbegleiterinnen kontrollierten sie im ICE die Fahrkarten

 

DB-Museum - 2

Nur mit ihrer Muskelkraft setzten die Kinder eine historische Draisine im Freigelände des Bahnmuseums in Nürnberg in Bewegung

 

DB-Museum - 3

Mit vielen Kindern als Passagieren kurvte der KIBALA-Express durch das neue Kinderbahnland des DB-Museums in Nürnberg